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WWOOF'ing und Tattoo Expo

Also die Mc Leods sind eine ganz, ganz liebe family J

Montags (01.03.10) hatten wir uns auf den Weg hierher gemacht und wurden an einem kleinen „Parkplatz“ an der Seite der Straße von Alan abgeholt. Zusammen mit ihm fuhren wir  dann zur Farm. Mit Alan verstanden wir uns auf Anhieb gut und hatten sofort einen guten Eindruck von ihm. Sofort als wir ankamen, bekamen wir den Hof gezeigt und Alan bot uns sofort etwas zu essen und eine Tasse Tee an. Außer uns war auch noch ein anderer WWOOF’ er hier, Jameson, ein 23 jähriger Amerikaner.

Ansonsten machten wir am ersten Tag nichts Besonderes. Alan meinte wir sollen „erstmal ankommen  und uns einrichten“. Also richteten wir uns in unserem Zimmer zuerst mal ein und chillten den Rest des Tages J Darin sind wir ja schließlich schon geübt ;-)

Abends lernten wir dann auch Jean kennen. Außer Alan und Jean leben aber auch noch Sohn Malcom, Tochter Kitty, eine Katze und zwei Hunde hier.

Ansonsten hat die Familie noch zwei Pferde, Hühner und Kühe (die wir leider nie gesehen haben).

 

Der zweite Tag begann um halb 9 mit Frühstück….Um 9 Uhr hatten wir dann unsere erste Aufgabe: den tollen, verschimmelten Kühlschrank auswaschen. Dafür brauchten wir ca. eine Stunde und dann gings weiter mit der Baumpflege…Wir mussten nämlich die morschen Äste der Avocado- Bäume abschneiden. Alan erzählte noch, dass in einem der Bäume wohl eine ca. 2 Meter lange Python sitzen würde, die aber nicht so gefährlich wäre… J Leider haben wir sie auch nicht gesehen.

Später fuhren wir dann alle Mann zum Einkaufen und Alan zeigte uns einen wunderschönen Strand in Avoca. Abends saßen wir dann alle zusammen am Tisch, tranken Wein und spielten „Hearts“.

 

Am dritten Tag begann die Arbeit mit den Pilzen…Die Mc Leods pflanzen nämlich auch Pilze an… „Swiss Brown“ nennen die sich. Unsere Aufgabe war, diese „zu ernten“ und in eine Box zu machen. Dies ging recht schnell und danach widmeten wir und wieder den Avocado- Bäumen. Als diese dann endlich fertig geschnitten waren, durften wir anfangen, „Papa’ s“ Werkzeugschuppen aufzuräumen…Gar nicht so einfach wenn man vor lauter Kram nicht weiß, wo man überhaupt anfangen soll. Aber wir haben das natürlich alles erfolgreich gemeistert und Alan war sehr froh mit dem Ergebnis. J

 

Der nächste Tag begann dann mal wieder mit der Pilzernte und danach räumten wir weiter Alans Schuppen auf….In seinen Augen sind wir nämlich „the best organizer“…Wir wären ja richtig gut darin, alles aufzuräumen und zu sortieren…Wir mussten auch Unkraut jäten an diesem Tag, was auch wieder schnell gemacht war. Mittags war dann auch schon die Arbeit getan und wir hatten dann quasi „Frei“. Also beschlossen Lisa und ich uns, Pamelas tollen Bananenkuchen zu backen. Es war sehr chaotisch…Ich denke es war dann mal wieder ein Zeichen…denn der Kuchen sah zwar genauso aus wie der von Pam, jedoch war er geschmacklich mit Pamelas‘ nicht zu vergleichen ;-)

Naja, alles halb so wild, der gute Wille von uns war da J

 

Freitags ernteten wir zuerst morgens wieder die Pilze und räumten dann noch ein bisschen in der Garage auf. Später mussten wir noch ein bisschen Unkraut jäten und dann sollte einer den Rasen mähen und der andere den Pool sauber machen…Da es aber dann auch anfing zu regnen, fiel die Arbeit nach einer ca. dreiviertel Stunde ins Wasser… J

 

Wir haben bei Alan auch kurzfristig entschieden, dass wir nur eine Woche bleiben und am Wochenende nach Sydney fahren. Für die Woche danach wollten wir uns dann eine neue WWOOF‘ ing Station suchen und fanden auch sofort eine: In St. Albans bei Ursula und Terry Prince. Ursula sagte uns am Telefon, dass Terry wohl nicht da sein wird, das aber kein Problem sei und wir ruhig ab Montag kommen können.

Als wir alles geklärt hatten und es dann endlich Wochenende war, frühstückten wir samstags morgens und packten unsere Sachen zurück ins Auto. Nachdem wir uns dann verabschiedet hatten gings dann los: Ab zur Tattoo and Bodyart Expo!

Die sollte im Olympia Park Showground stattfinden und so machten wir mal wieder an einem Mc Donalds Halt, um uns den Plan dorthin mal anzuschauen…und evtl. noch was Kleines zu essen :-P Als wir dann dort ankamen kauften wir uns Tickets und stürzten uns in die Welt der Tattoos und Piercings J Ein Traum ;-)

Eigentlich wollten wir uns Beide tätowieren  lassen, änderten unsere Meinung aber…Dafür entschieden wir uns aber für’ s Piercen J Und weil einer ja nicht genug ist, ließen wir uns gleich zwei Piercings stechen…Aber keine Panik, nur am Ohr und nicht im Gesicht oder so….Da wir aber zwei Tage für die Expo eingeplant hatten und nach einem Tag schon durch waren, riefen wir dann kurzerhand Ursula an, ob wir schon sonntags kommen dürfen. Sie gab uns das Ok und so machten wir uns dann sonntags morgens auf den Weg in unser zweites WWOOF‘ ing Abenteuer...

Wir fuhren und fuhren und kamen nach einer langen Fahrt über das Land in Wisemans Ferry an…Dort waren wir zuerst einmal vollkommen verwirrt, da die Straße, die nach St. Albans geht, von einem Fluss gekreuzt wird. Also mussten wir mit einer Fähre auf die andere Seite…Da wir beide noch nie mit einer Fähre zusammen mit Auto gefahren sind, war das für uns beide schon gleich ein besonderes Erlebnis…Da wussten wir auch noch nicht, was uns bei Ursula erwarten wird…

Denn um an Ursulas Haus „Catmandu“ zu gelangen, mussten wir eine gute Stunde weiter fahren…Der Witz war, dass es die ganze Zeit nur durch Tal und Wald ging und die Häuser am Straßenrand immer weniger wurden…Wir dachten schon, dass wir uns verfahren hatten, weil der Weg dorthin auch keine geteerte Straße war, sondern eher einem Waldweg wie bei uns in Deutschland glich. Es ist aber eine Hauptstraße die durch den National Park geht, wie wir später erfahren hatten. Wir erreichten dann endlich das Tor, an dem dann vorne ein Schild mit der Aufschrift „Ursula und Terry Prince“ und waren erst einmal froh, das Haus gefunden zu haben. Schnell öffneten wir das Tor, fuhren durch und sahen zwischen den Ästen der Bäume etwas Blaues. Als wir daran vorbei fuhren sahen wir, dass es der Caravan war, in dem wir auch schlafen sollten. Von da aus sah man auch die Pferdekoppel und die Ställe, auch den Hühnerstall und den Garten. Das Einzige was wir nicht sahen, war das Haus…Aber es ging ja auch noch weiter bergauf J Da fuhren wir auch hinauf und siehe da, ein Haus hat sich dann doch noch gezeigt…Unter anderem auch noch eine Werkstatt.

Begrüßt wurden wir dann von Ursula’ s Hund „Gipsy“,  gefolgt von Ursula selbst. Sie ging dann mit uns wieder zum Caravan und gab uns Betttücher und wir packten unsere Koffer und Rucksäcke aus. Dann setzten wir uns zusammen bei Ursula an den Tisch und tranken eine Tasse Tee. Sie erzählte uns gleich, dass wir montags wohl allein zu Haus sein würden, weil sie arbeiten müsse. Dann stellte sie und eine Liste mit unseren Aufgaben zusammen und wir sprachen alles noch einmal durch. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, und noch ein bisschen umzuschauen und mit dem Hund zu spielen. Es war wirklich wunderschön bei Ursula. Wir lebten in der Woche mitten im National Park, fern von jeder Zivilisation…Der nächste Nachbar lebte 4 km weiter, bis ins nächste Dorf waren es 18 km und was anfangs wirklich sehr gewöhnungsbedürftig war, war die tolle „outside toilet“…quasi gab‘ s dort nur ein Plumsklo…Herrlich!

Naja, aber es war eine der schönsten Wochen, die wir hier in Australien hatten. Ab dem dritten Tag gehörte das Reiten der zwei Pferde von Ursula auch zu unseren Aufgaben, was für uns wirklich ein Traum war. Ansonsten kochten wir einmal und haben zusammen gebackt und haben ansonsten Ursula dabei geholfen, einen neuen Fernsehschrank zu bauen und alte Stühle und Tische wieder schön herzurichten…quasi abschleifen und wieder schön anstreichen. Ansonsten zählte zu unseren Aufgaben auch das Saubermachen der Pferde und des Paddock‘ s, die Hühner rauslassen und im Garten helfen etc.

An einem Tag gingen wir in den Wald, um einen Baum zu fällen. Wir packten Säge und alles ein und fuhren mit dem Auto an den Platz. Ursula fällte den Baum und ich machte die Rinde anschließend ab. Dann wurden die Äste noch etwas zurechtgeschnitten und alles eingesammelt…gutes Brennholz J

An einem anderen Tag hatten wir auch Brennholz geschnitten und wollten es einsammeln, als ich ein Stück abstehende Rinde am Baum sah und diese abriss….Es war ein fataler Fehler, denn da kamen ganz, ganz viele kleine Spinnenbabys und natürlich auch die Spinnenmama rausgefallen und überall krabbelten Spinnen! Der absolute Horror. Vor allem, weil wir das Holz, wo die Spinnen rauskamen später ja wieder einsammeln mussten…Das war nicht ganz so toll. Aber wir hatten bei der Arbeit immer eine Menge Spaß und verstanden uns mit Ursula immer besser. Sie ist eine wirklich bewundernswerte Frau und wir haben in der einen Woche auch sehr viel von ihr gelernt.

Sie versprach uns auch, mit uns auf die Terasse zu gehen und uns die „kissing rocks“ zu zeigen. Ich weiß nicht mehr an welchen Tag wir gingen –wir sind hier absolut zeitlos- aber wir gingen zusammen mit Gipsy und Ursula zur Terrasse…Die Aussicht war einfach traumhaft! Und der Weg bis dahin hatte es auch in sich J

Wir sind nämlich durch‘ s Gebüsch immer bergauf geklettert und kamen schließlich auch an Felsen an. Im ganzen National Park gibt es diese überhängenden Felsen und wir mussten da rauf klettern…Aber sie waren zu hoch um alleine da rauf zu kommen, also war Teamwork angesagt:

Zuerst hob Ursula Gipsy hoch, dann machte Lisa Ursula eine Räuberleiter. Dann machte ich Lisa eine Räuberleiter und da mir niemand eine Räuberleiter machen konnte, hielten Lisa und Ursula von oben jeweils eine meiner Hände und zogen mich anschließend hoch auf den Felsen. Dann kletterten wir weiter nach oben und kamen irgendwann auch mehr oder weniger fertig auf dem Top des Berges an…Und genau das war die Terrasse. Ein Traum. Und die „kissing rocks“ nennen sich so, weil 2 Felsen ganz dicht aneinander sind, halt wie 2 Menschen, die sich küssen wollen. Fantastisch!

Und Ursula ist so fit…eine wahnsinns Frau haben wir da kennengelernt J

Dann haben wir ihr auch unter anderem erzählt, dass wir unseren „Patrik“ anstreichen wollen und da sie ihren Caravan auch von den WWOOF‘ ern anstreichen ließ, fragten wir sie, mit welcher Farbe sie das gemacht hatten. Ursula meinte dann sofort, dass ja noch ne Menge farbe da sei und wir damir ruhig unser Auto streichen dürfen…der absolute Wahnsinn!!!

Das Anstreichen des Autos war an den letzten 2 Tagen usere Arbeit gewesen…Und es hat sich gelohnt, „Patrik“ sieht besser aus denn je!

Sonntags sollten dann Lisa‘ s Eltern in Sydney ankommen und so mussten wir uns leider schon Sonntag morgens auf den Weg machen, um sie abholen zu gehen….Der Abschied von Ursula fiel uns wirklich schwer, da wir sie in der Woche sehr ins Herz geschlossen hatten und ich hätte auch sehr gerne mal ihrem Mann Terry kennengelernt, weil er auch ein sehr toller Mensch zu sein scheint…Aber so ist das, es geht immer weiter :-P

Aber natürlich freuten wir uns auch über den Besuch von zu Hause J

 

 

12.4.10 12:37
 


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